Rechtliche Vielfalt von Migration und ihre Konsequenz für Soziale Arbeit

Spätestens durch die Flüchtlingszuwanderung der letzten Jahre ist einer breiten Öffentlichkeit klar geworden, dass der rechtliche Status von Zuwanderern in Deutschland einen erheblichen Einfluss auf ihre Integrationschancen hat. In diesem Beitrag diskutiere ich „Rechtliche Vielfalt von Migration und ihre Konsequenz für Soziale Arbeit“ weiterlesen

Transnationale Orte

Eine der zentralen Erkenntnisse der Stadtforschung in den letzten Jahrzehnten ist, dass Orte nicht mehr ohne ihre Bewohner oder Nutzer gedacht werden sollen. Um die Verbindung zwischen Ort und Mensch zu betonen, hat sich der Begriff Sozialraum eingebürgert. Eine der Konsequenzen daraus ist, dass die Stadtteilzuschnitte eines Bewohners nicht unbedingt mit „Transnationale Orte“ weiterlesen

Segregation und Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt

Ein Gastbeitrag von Moritz Merten (Universität Kassel) 

Wie alle Märkte ist auch der Wohnungsmarkt durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Einem je nach Gemeinde unterschiedlich breit gefächertem Wohnungsangebot stehen die nachfragenden MieterInnen gegenüber. Gerade in Großstädten variiert dieses Angebot stark in Hinblick auf Ausstattung, Lage und Mietpreis. „Segregation und Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt“ weiterlesen

Sprachlandschaft Stadt

Wer die Straßen in Stadtteilen mit einem überdurchschnittlichen Anteil von Zuwanderern durchquert, sieht, neben den Menschen selber, auch andere visuelle Zeichen die zeigen, dass es sich um einen migrationsgeprägten Ort handelt. Die Buchstaben auf Ladenschildern sind in kyrillischer oder arabischer Schrift geschrieben, Werbeanzeigen sind in Sprachen verfasst, die in der Mehrheitsgesellschaft nicht flächendeckend beherrscht werden oder Produkte werden in möglichst authentischer Werbesprache angeboten. Kurzum, die visuell-schriftliche Komposition des Quartiers gibt einen Hinweis darauf, dass sich dort vermehrt Menschen aufhalten, die einen Migrationshintergrund haben. Zugleich ist es ein Indiz dafür, dass es sich bei Stadtteilen in denen vermehrt fremdsprachliche Schilder zu finden sind, um Ankunftsgebiet handelt. Allerdings muss das nicht sein, wie ethnical theme parks wie China Towns z.B. in den USA nahelegen (Bukow 2015). „Sprachlandschaft Stadt“ weiterlesen

Brauchen wir „Kultur“ zur Erklärung der Integration von Migranten?

Im Rahmen meiner Dissertation beschäftige ich mich mit der standardisierten Messung der Integration von Migranten. Vor diesem Hintergrund unterstelle ich eine objektive Realität, die man als solche auch objektiv messen kann. Demnach versuche ich, mich meinem Untersuchungsgegenstand möglichst unabhängig von meiner eigenen Meinung zu nähern. Dabei ist mir durchaus bewusst: So einfach ist die Welt zumeist nicht und ja, auch statistische Analysen garantieren keine objektiven Erkenntnisse. Dennoch: Wollen wir zuverlässige und generalisierbare Aussagen über Gruppen von Menschen treffen, sind wir auf statistische Auswertungen angewiesen. Zudem sollte man sich zumindest einigen können, worüber man redet, wenn man sinnvoll über ein Thema diskutieren möchte. Wenn jeder unter einem Begriff etwas Anderes versteht, wird eine Diskussion nie zu einem konstruktiven Ende gelangen.

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