Ausgrenzung Geflüchteter. Eine empirische Untersuchung am Beispiel Bautzen

Im Juni 2018 ist meine Studie „Ausgrenzung Geflüchteter. Eine empirische Untersuchung am Beispiel Bautzen“ im VS Verlag für Sozialwissenschaften erschienen. Hierin wird die Frage beantwortet, wie einzelne Kommune zu Orten der Ausgrenzung für Flüchtlinge werden. Dafür habe ich exemplarisch die ostsächsische Stadt Bautzen untersucht, wofür ich sowohl Statistiken, als auch Protokolle politischer Debatten, Medienberichte, teilnehmende Beobachtungen und über 100 leitfadengestützte Interviews mit Bürgerinnen und Bürgern, Geflüchteten, Politikern sowie Vertretern der Zivilgesellschaft und öffentlicher Einrichtungen ausgewertet habe. In diesem Artikel möchte ich einen kurzen Überblick zum Inhalt der Arbeit liefern.

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Wem gehört die Nachbarschaft?

Ein seit Jahren unbebautes Grundstück im stark nachgefragten Szeneviertel. Eine umfassend sanierte Fassade umringt von Häuser, von denen der Putz herabfällt. Ein leerstehendes Kaufhaus in einer belebten Einkaufspassage. Ein Wohnungsangebot weit unter der ortsüblichen Vergleichsmiete. Immer wieder gibt es Wohnungen, Immobilien und Grundstücke, die in in Anbetracht ihres jeweiligen Umfelds ungewöhnlich erscheinen. Eine mögliche Erklärung kann ein Blick hinter die Kulissen liefern: auf die Eigentümer, deren Handlungsmöglichkeiten und Strategien im Umgang mit Immobilien. „Wem gehört die Nachbarschaft?“ weiterlesen

Code of the Street: Überblick zu einem theoretischen Konzept

Straßenkriminalität und Jugendgewalt gehören zu den Dauerbrennern medialer Berichterstattung sowie gesellschaftlicher und wissenschaftlicher Diskussionen. Das gilt nicht nur für Deutschland, sondern auch für andere Länder wie z.B. die USA oder Südafrika. Einer der bekanntesten Theorien zur Erklärung von Jugendgewalt ist der sogenannte Code of the Street. Im Folgenden möchte ich einen kurzen Überblick zur Theorie, ihrer Entstehung und ihren grundlegenden Annahmen geben und einige kritische Punkte benennen. „Code of the Street: Überblick zu einem theoretischen Konzept“ weiterlesen

Kollektive Wirksamkeit: Bedeutung und Messung eines einflussreichen Konzepts

Nachbarschaften unterschieden sich in vielerlei Hinsicht, ob nach Größe, Sozialstruktur oder Vertrauen. Letzteres scheint wichtig zu sein, um das Auftreten abweichenden Verhaltes und gar Kriminalität besser zu verstehen. Hierfür hat sich das Konzept der kollektiven Wirksamkeit (collective efficacy) in den letzten 20 Jahren etabliert. In diesem Beitrag möchte ich zum einen eine Definition kollektiver Wirksamkeit besprechen  und zum anderen wie diese üblicherweise gemessen wird. Abschließend wird noch weiterführender Forschungsbedarf zu kollektiver Wirksamkeit benannt.

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CfP: Partizipation, Inklusion und Interessenausgleich in nordrhein-westfälischen Stadtgesellschaften

Auch auf dem diesjährigen NRW-Dialogforum am 23./24. November wird es einen Track im Bereich Stadtentwicklung geben. Nachdem wir uns im letzten Jahr mit den Themenfeldern, Debatten und Strukturen der Integrationspolitik in NRW beschäftigt haben, soll es im kommenden Track um die kommunale Handlungsfähigkeit unter den Bedingungen des Strukturwandels und der sozialräumlichen Polarisierung gehen. „CfP: Partizipation, Inklusion und Interessenausgleich in nordrhein-westfälischen Stadtgesellschaften“ weiterlesen

Themenfelder, Debatten und Strukturen der Integrationspolitik in NRW

Am 3. und 4. November 2016 fand der Track „Integration und Transformation“ im Rahmen des NRW-Dialogforums statt. Ziel der Veranstaltung war es, Interessierte aus Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung und Wissenschaft zu versammeln und ein transdisziplinäres Forum für den Austausch zum Thema „Integration“ zu bieten. „Themenfelder, Debatten und Strukturen der Integrationspolitik in NRW“ weiterlesen

Community Organizing: Machtvoll werden in der Stadt

Ein Gastbeitrag von Tobias Meier (Deutsches Institut für Community Organizing)

Mehr Methode als Theorie ist Community Organizing eine Antwort darauf, wie Menschen in Großstädten politisch handlungsfähig werden. Aufbauend auf kontinuierlicher und respektvoller Beziehungsarbeit kommen im Ergebnis in Bürgerplattformen Schlüsselpersonen „Community Organizing: Machtvoll werden in der Stadt“ weiterlesen

Detroit: Wie es zum „Niedergang“ kam

Detroit hat heute etwa 700.000 Einwohner, liegt im südöstlichen Michigan und grenzt direkt an Kanada. Wie viele andere Städte im „Rust Belt“ hat die Deinsturialisierung Detroit besonders hart getroffen. Bekannt wurde Detroit sowohl durch die Automobilwerke, aber auch durch seinen Bankrott im Jahr 2013. „Detroit: Wie es zum „Niedergang“ kam“ weiterlesen

Soziale Mischung durch Flüchtlingsunterbringungen?

Dieser Beitrag führt die Diskussion um die Unterbringung von Flüchtlingen fort, die auf diesem Blog an anderer Stelle bereits begonnen wurde. Wie dort beschrieben, ist es für eine erfolgreiche Integration von Flüchtlingen und auch anderer Zuwanderer zielführend, dass sie in den Städten dezentral und vorzugsweise in Gebieten der Mittelschicht untergebracht werden. „Soziale Mischung durch Flüchtlingsunterbringungen?“ weiterlesen

Segregation und Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt

Ein Gastbeitrag von Moritz Merten (Universität Kassel) 

Wie alle Märkte ist auch der Wohnungsmarkt durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Einem je nach Gemeinde unterschiedlich breit gefächertem Wohnungsangebot stehen die nachfragenden MieterInnen gegenüber. Gerade in Großstädten variiert dieses Angebot stark in Hinblick auf Ausstattung, Lage und Mietpreis. „Segregation und Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt“ weiterlesen